Sportfotos in der Halle:
Den Vordergrund sollte man mit einem Blitz beleuchten. Bei Entfernungen bis
zu 3-4m reicht der integrierte Blitz. Für größere Entfernungen sollte man
einen stärkeren externen Blitz benutzen (Ich benutze einen alten Metz Mecablitz
CT45).
Die Helligkeit des Hintergrunds kann man mit der Belichtungszeit steuern,
da keine bestimmte Synchronzeit nötig ist. 1/30s oder 1/60s bewirken einen
hellen Hintergrund. Längere Zeiten sollten nicht benutzt werden, da der Hintergrund
sonst verwackelt. Kürzere Zeiten bewirken einen immer dunkler werdenden Hintergrund.
Da die Beleuchtung in der Halle konstant ist, kann man mit einigen Probeschüssen
die beste Helligkeit herausfinden.
Mit der Blende stellt man die gewünschte Schärfentiefe ein. Beim internen
Blitz muss sie allerdings ganz geöffnet werden. Für die korrekte Belichtung
des Vordergrunds sorgt beim externen Blitz eine bei ihm eingebaute Automatik,
wenn man ihm die eingestellte Blende mitteilt.
Schneefotos:
Da Schnee viel Licht reflektiert, werden Fotos mit automatischer Belichtungssteuerung
meist zu dunkel. Deshalb sollte man etwa eine Blendenstufe überbelichten.
Bei automatischem Weißabgleich haben die Fotos einen Blaustich. Dies lässt
sich mit einem manuellen Weißabgleich auf eine nicht zu helle Schneefläche
oder besser eine Graukarte verhindern.
Sollte man den Weißabgleich vergessen haben, lässt sich der Farbstich natürlich
auch mit der Bildbearbeitung ausgleichen. Ich verwende dazu den Beispiel-Ziel-Ausgleich.
Mit einer Pipette klicke ich auf eine Stelle, die meiner Meinung nach weiß
sein sollte (Weißpunkt) und gebe als Zielfarbe weiß ein. Manchmal schießt
diese Funktion über das Ziel hinaus (Schatten sind im Schnee wirklich blau).
Dann kann man es auch mit graublauen Stellen versuchen, aus denen man etwas
Blau herausnimmt.
Bühnenfotos:
Bei Aufnahmen einer Bühnenshow kann man den eingebauten Blitz vergessen. Ich
benutze den schon erwähnten Metz CT-45.
An der Kamera stelle ich den Weißabgleich auf Blitz. Das Blitzlicht wird die
anderen wärmeren Lichtquellen überstrahlen.
Die Belichtungszeit sollte man so lang wie möglich wählen, um noch etwas Hintergrundbeleuchtung
aufzufangen. Dann werden die Schatten nicht so hart. 1/60 s reicht bei der
Kodak, um auch im Telebereich nicht zu verwackeln.
Die Blende stelle ich auf 2,8, um eine maximale Blitzreichweite zu erreichen.
Zu Bedenken ist aber, dass die Lichtstärke im Telebereich, der meist eingesetzt
wird, nur 4,5 beträgt.
Die Lichtstärke stelle ich fest auf ISO 100, um das Rauschen zu minimieren.
Am Blitz stelle ich ISO 100 und Blende 4 ein. Bei den relativ seltenen Weitwinkelaufnahmen
könnte es zu einer Überbelichtung kommen, der ich durch Umstellung auf Blende
2,8 oder feiner durch Umstellung des Empfindlichkeitsreglers am Blitz begegne.