![]() |
![]() |
|
Grimaldi (1618 - 1663) war ein italienischer Physiker und Mathematiker. Er wurde am 2.4.1618 in Bologna geboren und starb dort auch am 28.12.1663. 1632 trat Grimaldi dem Jesuitenorden bei. 1634 studierte er an der Jesuitenschule in Novellara, 1635 Philosophie in Parma und 1636 in Ferrara. Von 1637 bis 1638 studierte er wahrscheinlich in Bologna, von 1642 bis 1645 wieder, diesmal Theologie an der Jesuitenschule von Santa Lucia. 1647 promovierte er in Theologie. Grimaldi blieb sein ganzes Leben seinem Orden treu. 1651 empfing er die Weihen zum Priester. Nebenbei fand Grimaldi immer Zeit sich mit physikalischen und astronomischen Studien zu beschäftigen. Später widmete er sich ihnen fast vollständig. Er assistierte Riccioli bei seinen Experimenten zu fallenden Körpern und bei Mondbeobachtungen. Er erstellte eine Mondkarte, die in Riccolis Almagestum Novum veröffentlicht wurde. In dieser gab er einigen Erhebungen und Tälern auf dem Mond die Namen von berühmten Philosophen und Astronomen. Grimaldis wichtigste wissenschaftliche Arbeit lag in der Optik, wo er ein wertvoller Wegbereiter für Newton und Huygens war. Er machte einige Entdeckungen, die seiner Zeit weit voraus waren und erst ein Jahrzehnt später gewürdigt werden sollten. Grimaldi entdeckte, dass Sonnenlicht, wenn es durch zwei kleine Öffnungen auf einen Schirm fällt, den Bereich weniger stark beleuchtet, als wenn es durch die einzelnen Öffnungen fällt. Dieses ist das Prinzip der Interferenz, welches auch später von Young und Fresnel weiter untersucht wurde. Grimaldi selbst sah in der Erscheinung den Beweis für die immaterielle Natur des Lichts. Er war auch der erste, der die Zerstreuung der Lichtstrahlen durch ein Prisma näher untersuchte. Erst nach seinem Tod wurde sein Werk Physicomathesis de lumine, coloribus, et iride, aliisque annexis veröffentlicht. |