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Thomas Young führte folgenden Doppelspaltversuch durch. Auf einer optischen Bank wird ein Doppelspalt mit einer Lampe beleuchtet. Das Licht wird auf einem Schirm aufgefangen. Die Spalte lassen sich einzeln verschließen.
Zunächst wird betrachtet, welches Schirmbild sich jeweils mit nur einem offenen Spalt ergibt. Man sieht jeweils einen einzelnen Streifen. Öffnet man nun beide Spalte, müssten sich die Lichtintensitäten auf dem Schirm addieren, da ihn ja nun doppelt so viele Lichtteilchen treffen.
Man beobachtet aber tatsächlich dieses Bild.
Es gibt Stellen, wo sich das Licht der beiden Spalte tatsächlich addiert. Aber es gibt auch Stellen, wo es sich gegenseitig auslöscht, also Licht + Licht = Dunkelheit. Das ist mit der Teilchenvorstellung des Lichtes nicht zu erklären. Um die Überlagerung des Lichtes mit der Wellenvorstellung des Lichtes zu erklären, schauen wir uns zunächst das Überlagerungsmuster von Wasserwellen an, das durch das periodische Eintauchen zweier Stifte in einer Wasserwanne erzeugt wird.
Wo zwei Wellenberge aufeinandertreffen, verstärken sie sich - es entsteht ein größerer Wellenberg. Wo zwei Wellentäler aufeinandertreffen, verstärken sie sich auch - es entsteht ein tieferes Wellental. Ebenso können wir uns die Interferenzstreifen erklären. Wenn Licht auf zwei sehr schmale Spalte trifft, können wir davon ausgehen, dass jeder Spalt Ursprung einer Lichtwelle ist, die sich kreisförmig ausbreitet. Die Lichtwellen seien in Phase.
Auch hier gilt: zwei Wellenberge oder zwei Wellentäler verstärken sich. Treffen Wellenberg und Wellental aufeinander, löschen sie sich gegenseitig aus. Das heisst, an diesen Stellen herrscht Dunkelheit.
Die Orte der Interferenzmaxima (größte Helligkeit) und Interferenzminima (Dunkelheit) kann man folgendermaßen berechnen:
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