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Kepler, Johannes (1571-1630), deutscher Astronom und Naturphilosoph, formulierte und bestätigte die drei Gesetze der Planetenbewegung, heute bekannt als Keplersche Gesetze. Kepler wurde am 27. Dezember 1571 in Weil der Stadt (Württemberg) geboren und studierte Theologie an der Universität Tübingen. Sein wichtigster Lehrer war der Mathematiker und Astronom Michael Maestlin. Maestlin galt als Anhänger der heliozentrischen Theorie der Planetenbewegung, die Nikolaus Kopernikus entwickelt hatte. Kepler akzeptierte die kopernikanische Theorie und wurde ebenfalls ihr Vertreter. Eines seiner Hauptwerke dieser Zeit war die Astronomia Nova (Neue Astronomie, 1609) - das Ergebnis seiner gewissenhaften Bemühungen, die Umlaufbahn des Mars zu berechnen. In dieser Abhandlung teilte Kepler das erste und zweite Keplersche Gesetz der Öffentlichkeit und Fachwelt mit. Nach dem ersten Keplerschen Gesetz bewegen sich die Planeten auf Ellipsen (Kepler-Ellipsen), in deren einem Brennpunkt die Sonne steht. Nach dem zweiten Keplerschen Gesetz überstreicht eine von der Sonne zu einem Planeten gezogene Linie (Fahrstrahl) in gleichem Zeitraum gleiche Flächen. Mit anderen Worten ausgedrückt: Je näher die Planeten der Sonne sind, desto schneller bewegen sie sich. Im Jahre 1612 ging Kepler als Mathematiker nach Österreich. Während seines Aufenthalts in Linz veröffentlichte Kepler Harmonices Mundi (Weltharmonik, 1619). Im letzten Abschnitt seines Werkes beschreibt Kepler eine weitere Entdeckung zur Planetenbewegung: Die Quadrate der Umdrehungsperioden verhalten sich wie die dritten Potenzen des mittleren Abstands der Planeten von der Sonne (drittes Keplersches Gesetz). |
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